Goldener Schnitt in der Natur


Es gelten folgende Bezeichnungen und Beziehungen:

  

Vorbemerkung zum goldenen Schnitt in der Natur:

In der Natur kommt der goldene Schnitt höchstens als Mittelwert vor, wobei Streuungen sehr groß sein können. Wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse darüber sind etwas dürftig.

Adolf Zeising nahm in seinem Buch über die Proportionen des menschlichen Körpers (1854) an, dass der Nabel die Körpergröße im Verhältnis des goldenen Schnitts teile, und der untere Abschnitt werde durch das Knie wiederum so geteilt. Ferner scheinen die Verhältnisse benachbarter Teile der Gliedmaßen wie beispielsweise bei Ober- und Unterarm sowie bei den Fingerknochen ungefähr in diesem Verhältnis zu stehen.

Ausgehend von der Anwendung des goldenen Schnitts auf den menschlichen Körpers, entwickelte 1942 der französische Architekt Le Corbusier seinen Modellmenschen Modulor. Dabei wurde der goldenen Schnitt auf alle möglichen Proportionen der menschlichen Gliedmaßen angewandt. Nach ihrem Zusammentreffen in Princeton im Jahre 1946 hat  Einstein Le Corbusier über den Modulor geschrieben: "Er ist ein Maßsystem, das das Schlechte schwierig und das Gute leicht macht."

  

Beispiele:

  

Der Mensch

       Aus  The New York Times  for  Süddeutsche Zeitung vom 4.4.05

  Aphrodite von Melos (120 v. Chr.), Louvre, Paris 

Auch bei griechischen Statuen ist der goldene Schnitt anzutreffen.

  

Das Pferd, Fotos M. Holzapfel

  

Die Biene

  

  

Die Glockenblume, Foto M. Holzapfel

Im regelmäßigen Fünfeck ist der goldene Schnitt enthalten.

 

Der Pinienzapfen

Linksdrehenden und rechtsdrehenden Spiralbahnen, die das Wachstum kennzeichnen, kann man aufeinanderfolgende Fibonacci-Zahlen zuordnen, deren Verhältnis (hier: 5/8 = 0,625)  in etwa der goldenen Schnittzahl entspricht.

  

Quellen und Links:

http://www.torkado.de/pflanzen.htm

http://www.alferillu.de/p_g031.html


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