Vektorgeometrie im dreidimensionalen Raum

vektor

 

Ein Vektor ist ein Pfeil mit Anfangs- und Endpunkt.

Liegt der Anfangspunkt im Ursprung, so spricht man von einem Ortsvektor.

Die Menge aller gleichgerichteten und gleich langen Pfeile stellen denselben Vektor dar.
Sie sind Repräsentanten des Vektors.

vektor-laenge

 

 

vektor-laenge

(Pythagoras im Raum)

 

gegenvektor

Addition von Vektor und Gegenvektor ergibt den Nullvektor: nullvektor

Summe und Differenz von Vektoren

Vektorsumme und Kommutativgesetz            Vektordifferenz

vektor-addition        vektor-subtraktion

Assoziativgesetz

vektor-assoziativgesetz 

S-Multiplikation von Vektoren

s-multiplikation

  

  Multiplikation eines Vektors mit einer Zahl k

  s-multiplikation-2

 

 

  

 

Geradengleichungen

Punkt-Richtungs-Form                                        2-Punkte-Form

g-gleichung-1                    g3-gleichung-2

Punkt-Richtungs-Form von g

Vektordarstellung:         g-vektor-1

Koordinatendarstellung:   x1 = a1 + ru1;  x2 = a2 + ru2;  x3 = a3 + ru3  (3 Gleichungen)

2-Punkt-Form von g

Vektordarstellung:         g-vektor-2

Koordinatendarstellung:   x1 = a1 + r∙(b1 - a1);  x2 = a2 + r∙(b2 – a2);  x3 = a3 + r∙(b3 – a3)  (3 Gleichungen)

Lagebeziehung von Punkt und Gerade, Beispiel:

Gegeben:

P(3|4|0), Q(6|13|–4) und Gerade g durch die Punkte A(1|-2|2) und B(2|1|1).

Liegen die Punkte P und Q auf der Geraden g?

Lösung:

Gerade g: x1 = 1 + r; x2 = –2 + 3r; x3 = 2 – r

P in g: I    3 = 1 + r;  r = 2

          II   4 = –2 + 3r; r = 2

          III  0  = 2 – r;  r = 2

Gleiche Lösungen für r bei den 3 Gleichungen. Daraus folgt: P liegt auf g.

Q in g: I    6 = 1 + r;  r = 5

          II   13 = –2 + 3r; r = 5

          III  –4  = 2 – r;  r = 6

Keine gleichen Lösungen für r bei den 3 Gleichungen. Daraus folgt: Q liegt nicht auf g.

Mittelpunkt einer Strecke

mittelpunkt3 

 

 

Für den Mittelpunkt M der Strecke AB gilt:

mittelpunkt-2

(Mittelpunkt eines Parallelogramms)

Für A(1| 4| 2) und B(3| 2| 1) gilt: M(2| 3| 1,5).

 

 

  

Teilverhältnis

teilverhältnis3 

  

Der Punkt T teile die Strecke AB im Verhältnis τ = p : q.

mit r = p / (p + q)

1/r = 1 + 1/ τ

r = τ / (τ + 1) oder τ = r / (1 – r)

 

 

  

  

Beispiel:

A(3|2|4), B(5|-4|3). Welcher Teilpunkt T teilt die Strecke AB im Verhältnis 2 : 3?

r = 2/3 / (1+2/3) = 2/5 = 0,4.

t1 = 3 + 0,4(5 – 3) = 3,8;  t2 = 2 + 0,4(–4 – 2) = –0,4;  t3 = 4 + 0,4(3 – 4) = 3,6.

Teilpunkt T(3,8| –0,4| 3,6).

 

Darstellung von Geraden durch ihre Spurpunkte, das sind ihre Schnittpunkte mit den Koordinatenebenen.

Beispiel: Gerade g durch die Punkte A(3| 2|-1)und B(-3| 3| 5).

g-spurpunkte g-spurpunkte-2

Schnittpunkte mit den Koordinatenebenen:

x1x2-Ebene, x3 = 0. Daraus folgt:

III  0 = –1 + 6 μ;  μ = 1/6

in I  x1 = 2, in II  x2 2,17,

Spurpunkt S12(2| 2,17| 0).

x2x3-Ebene, x1 = 0. Daraus folgt:

I  0 = 3 – 6 μ;  μ = ½

in II  x2 = 2,5, in III  x3 = 2,

Spurpunkt S23(0| 2,5| 2).

x1x3-Ebene, x2 = 0. Daraus folgt:

II 0 = 2 + μ; μ = 2

in I  x1 = 15, in III x3 = 11,

Spurpunkt S13(15| 0| 11).

  

Gegenseitige Lage von zwei Geraden g und h

gh-schnitt       gh-parallel

1. Fall: g und h schneiden sich und haben genau einen Schnittpunkt S.

2. Fall: g und h sind zueinander echt parallel und haben keinen Punkt gemeinsam.

3. Fall: g und h fallen zusammen. Sie haben unendlich viele Punkte gemeinsam.

4. Fall: g und h sind windschief und haben keinen Punkt gemeinsam.

Beispiele:

1. Fall: g und h schneiden sich.

gh3-fall-1

g = h, daraus folgt:

I      4 + r  = 1 + 2t

II     7 – r  = –2 + 4t

III  –1 + 2r = –3 + 2t

I+II    11  = –1 + 6t

              t = 2;  in I eingesetzt5:    r = 1

in III  –1 + 2 = –3 + 4, wahre Aussage, damit schneiden sich g und h im Punkt S(5 | 6 | 1).

2. Fall: g und h sind zueinander echt parallel.

gh3-fall-2

g || h, da die Richtungsvektoren parallel sind:  gh3-fall-2b 

Liegt A g auf h?

I      0 = –5 – 4t;   t = –5/4

II     0 = 3 + 3t;   t = –1

III    5 = 11 + 2t;  t = –3

Widerspruch, daraus folgt: g und h sind echt parallel.

3. Fall: g und h fallen zusammen.

gh3-fall-3

g = h, daraus folgt:

I      8 + 2r  = 6 + 4t

II     5 +  r  =  4 + 2t

III  –3 – r  = –2 – 2t

II+III   2  =  2, wahre Aussage

I+2III  2 = 2, wahre Aussage,

daraus folgt, dass g und h zusammenfallen

NB: Die 3 Gleichungen I, II, III sind äquivalent zu 2 + 2r = 4t oder 1 + r = 2t.

4. Fall: g und h sind windschief.

gh3-fall-4

g ist nicht parallel zu h, da gh3-fall-4b

g = h, daraus folgt:

I       3       =  1 + 2t;  t = 1

II     0 +  r  = –3;       r = –3

III    5 +  r  =  6 – t

t und r in III: 5 –3 = 6 –1, Widerspruch, daraus folgt, dass g und h windschief sind.

 

Skalarprodukt von Vektoren, Größe von Winkeln

skalarprodukt

Berechnung des Winkels zwischen zwei Vektoren:

skalarprodukt-2

Für skalarprodukt-2b gilt: cos(φ) = 0. Daraus folgt: φ = 90°.

skalarprodukt-beispiel

Begründung für die Gleichwertigkeit der beiden Formeln des Skalarprodukts:

skalarprodukt-formeln

skalarprodukt-cosinussatz

Ansatz: Cosinussatz

skalarprodukt-begründung

 

Bestimmung des Schnittwinkels zweier sich schneidender Geraden

Dazu genügt es den Winkel zwischen den beiden Richtungsvektoren der Geraden zu berechnen.

Für das Skalarprodukt gelten folgende Gesetze:

skalarprodukt-gesetze

Vektorprodukt

vektorprodukt      

Begründung für die Gleichwertigkeit der beiden Formeln des Vektorprodukts:

vektorprodukt-begr1

vektorprodukt-begr2

  = a ∙ b ∙ cos(φ);  cos(φ) = (   )/(a ∙ b)  (Skalarprodukt)

vektorprodukt-begr3

= (a2b3 a3b2)2 + (a3b1 a1b3)2 + (a1b2 a2b1)2 =

= (a2b3)2 + (a3b2)2 + (a3b1)2 + (a1b3)2 + (a1b2)2 + (a2b1)2 – 2a2a3b2b3 – 2a1a3b1b3 – 2a1a2b1b2

r.S.2 = (a12 + a22 + a32) (b12 + b22 + b32) sin2(φ) =

= (a12 + a22 + a32) (b12 + b22 + b32)(1 – cos2(φ)) =

= (a12 + a22 + a32) (b12 + b22 + b32) – (a1b1 + a2b2 + a3b3)2 =

= (a2b3)2 + (a3b2)2 + (a3b1)2 + (a1b3)2 + (a1b2)2 + (a2b1)2 – 2a2a3b2b3 – 2a1a3b1b3 – 2a1a2b1b2

Daraus folgt:

l.S. 2 = r.S.2 und damit l.S. = r.S.  

 

Spatprodukt – Volumeninhalt des Spats

spatprodukt

 

  

  Volumeninhalt des Spats:

  V = A h

 

 

 

Der Flächeninhalt A des von den Vektoren vektor-a und vektor-b (vektor-b kvektor-a aufgespannten Parallelogramms beträgt:

abs-a-x-b (Betrag des Vektorprodukts)

vektor-a-x-b steht senkrecht auf vektor-a und vektor-b und ist deshalb ein Normalenvektor von vektor-a und vektor-b.

Die Höhe h des Spats ist parallel zu vektor-a-x-b.

skalarprodukt (Skalarprodukt)

cos(γ ) = h/c; h = c cos(γ )

Daraus folgt für den Volumeninhalt V des Spats:

V-spat-1

V-spat-2 (Absolutbetrag, da V>0)

 

Beispiel:

Berechne den Volumeninhalt einer Pyramide, die von folgenden Vektoren aufgespannt wird:

vektorprodukt-3  

 

 

 

     vektorprodukt-3b

 

 

Ebenengleichungen

in Parameterform                                           in 3-Punkte-Form

ebenengleich-1        ebenengleich-2

Normalenform der Ebenengleichung 

Vektordarstellung,                                        Koordinatendarstellung der Ebene E:

ebenengleich-3   

 

 

n1x1 + n2x2 + n3x3 + n0 = 0    mit

n0 = – (n1a1 + n2a2 + n3a3)

Das Vektorprodukt zweier nicht paralleler Richtungsvektoren der Ebene liefert einen Normalenvektor der Ebene.

ebenengleich-3b

 

 

 

 

Gegenseitige Lage von Gerade g und Ebene E

E und g schneiden sich im Punkt S.          E und g sind echt parallel.                   g liegt in der Ebene E.

Eg-1             Eg-2            Eg-3

Je nach der gegebenen Form der Geraden- und Ebenengleichung gibt es zahlreiche Möglichkeiten der Berechnung.

1. Beispiel:

Eg-beispiel-1

2r – 2 + 2 (r + 1) + 2 (2r + 4) = 0

8r = 8

r = –1

Daraus folgt mit r = –1 in g eingesetzt: g und E schneiden sich im Punkt S(–1|–1| 1).

2. Beispiel:

Eg-beispiel-2

g in E eingesetzt liefert 3 Gleichungen:

I       2 + 2r = 1 + 2p + q

II              r = 1 +  p

III      3 – r  = 2 + 3q

I-2II       0 = –1 + q;  q = 1

in III   3 – r = 2 + 3;  r = –2

in II         –2 = 1 + p; p = –3

Daraus folgt mit r = –2 in g eingesetzt: g und E schneiden sich im Punkt S(–3|–2| 5).

3. Beispiel:

Eg-beispiel-3

g in E einsetzten:

2 (1 + 2r) – (2 + r) + 3 (1 – r) – 3 = 0

2 + 4r – 2 – r + 3 – 3r – 3 = 0

0 = 0, wahre Aussage für alle r, daraus folgt: g liegt in der Ebene E.

Bestimmung des Schnittwinkels zwischen Gerade und Ebene

Eg-1-winkel

 

 

Der Schnittwinkel α zwischen der Geraden g mit dem Richtungsvektor u und der Ebene E mit dem Normalenvektor n ist der spitze Winkel des Dreiecks SFP.

Man berechnet zunächst den Winkel β zwischen n und u.

α = 90° – β.  

 

 

 

Abstandsbestimmungen

Abstand eines Punktes von einer Geraden, Beispiel:

gP-abstand

 

Gegeben:

Gerade g:

(1) x1 = 6 + r; x2 = 2 – 2r; x3 = 1 – r; A(6|2|1)

P(3|2|1)

Gesucht:

Länge der Strecke PF.

 

Berechnung:

gP-abstand-2 

F liegt auf der Geraden g:

(1) in (2)  6 + r – 4 + 4r – 1 + r + 2 = 0

              6r = –3; r = –1/2

Koordinaten des Punktes F: F(1,5| 2| 1,5)

Abstand des Punktes P von der Geraden g:

|PF| = √((1,5-3)2 + (2-2)2 + (1,5-1)2) = 10/2 1,58

 

Abstand eines Punktes von einer Ebene, Beispiel:

gE-abstand  

 

Gegeben:

Gerade g:

(1) x1 = 6 + r; x2 = 2 – 2r; x3 = 1 – r; A(6|2|1)

P(3|2|1), h ist senkrecht zu E

Gesucht:

Länge der Strecke PF.

  

 

Berechnung:

gE-abstand-2

(2) x1 = 2 + r;  x2 = –1 + 2r;  x3 = 3 – 2r

F ist der Schnittpunkt von h und E, h E = {F}:

(2) in (1)  2 + r –2 + 4r – 6 + 4r – 3 = 0

              9r = 9;  r = 1

Koordinaten des Punktes F: F(3| 1| 1)

Abstand des Punktes P von der Ebene E:

|PF| = (3-2)2 + (1+1)2 + (1-3)2) = 3

 

Gegenseitige Lage von zwei Ebenen

E1 und E2 schneiden sich in einer Geraden gE1 und E2 sind echt parallel.            E1 und E2 sind identisch.

EE-1            EE-2             EE-3

Ebenen können in verschiedenen Formen gegeben sein. Entsprechend gibt es verschiedene Methoden, um die gegenseitige Lage der Ebenen zu bestimmen.

1. Beispiel:

E1:  2x1 – 3x2 + 4x3 – 6 = 0

E2:  2x1 + 2x2 – 3x3 – 4 = 0

Dies sind zwei Gleichungen mit drei Unbekannten (Variablen). Man kann eine Variable frei wählen, z.B. x3 = r. Dann folgt:

I      2x1 – 3x2 + 4r – 6 = 0

II     2x1 + 2x2 – 3r – 4 = 0

II–I           5x2 – 7r + 2 = 0

                                x2 = 0,4 + 1,4r

in II  2x1 + 2 (0,4 + 1,4r) – 3r – 4 = 0

         2x1 + 0,8 + 2,8r – 3r – 4 = 0

                                x1 = 1,6 + 0,1r 

Jeder Punkt X der Schnittgeraden hat die Koordinaten (1,6 + 0,1r | 0,4 + 1,4r | r).

Gleichung der Schnittgeraden g: 

EE-beisp-1

2. Beispiel:

  E1:    4x1 – 6x2 – 2x3 – 3 = 0

EE-beispiel-2

Die Normalenvektoren von E1 und E2 sind:

EE-beispiel-2b 

Die Normalenvektoren sind vielfache voneinander und somit parallel. Daraus folgt, dass die Ebenen E1 und E2 parallel sind.

Liegt der Punkt A(1| 1| 2) von E2 auf der Ebene E1?

Einsetzen von A in E1: 

4 – 6 – 22 – 3 = 0, falsche Aussage, daraus folgt: Die beiden Ebenen sind echt parallel.

3. Beispiel:

E1:  I     2x1 – x2 + 3x3 – 2 = 0

E2:  II – 4x1 + 2x2 – 6x3 + 4 = 0

2I+II                             0 = 0, wahre Aussage. (–2)I = II.

Daraus folgt, dass die beiden Ebenen identisch sind.

Schnittwinkel zwischen zwei sich schneidenden Ebenen

Der Schnittwinkel berechnet sich als Winkel zwischen den beiden Normalenvektoren der beiden Ebenen.

Darstellung von Ebenen durch ihre Spurdreiecke

Ebenen3  

 

 

Gegeben sind die Ebenen

E1: 3x1 + 6 x2 + 3 x3 – 12 = 0  

E2: 4x1 + 3 x2 + 4 x3 – 12 = 0  

E3: 1,2 x1 + 1,2 x2 + 3 x3 – 6 = 0

Besonders gut lassen sich die Ebenen durch die Spurdreiecke darstellen, die sie mit den Koordinatenebenen bilden.

Dazu berechnet man die Schnittpunkte mit den Koordinatenachsen.

 

 

 

Berechnung der Schnittpunkte der Ebenen mit den Koordinatenachsen:

Schnittpunkte der Ebene E1 mit den Koordinatenachsen:

x1-Achse: x2 = 0 und x3 = 0, daraus folgt: 3x1 – 12 = 0; x1 = 4

x2-Achse: x1 = 0 und x3 = 0, daraus folgt: 6x2 – 12 = 0; x2 = 2

x3-Achse: x1 = 0 und x2 = 0, daraus folgt: 3x3 – 12 = 0; x3 = 4

Schnittpunkte der Ebene E2 mit den Koordinatenachsen:

x1-Achse: x1 = 3; x2-Achse: x2 = 4; x3-Achse: x3 = 3

Schnittpunkte der Ebene E3 mit den Koordinatenachsen:

x1-Achse: x1 = 5; x2-Achse: x2 = 5; x3-Achse: x3 = 2.

Durch die Schnittpunkte der Ebenen mit den Koordinatenachsen gehen die Spurgeraden der Ebenen.

Berechnung der Schnittgeraden und des Schnittpunkts der Ebenen.

Berechnung der Schnittgeraden je zweier Ebenen:

E1 E2 = s12

I   3 x1 + 6 x2 + 3 x3 – 12 = 0 

II  4 x1 + 3 x2 + 4 x3 – 12 = 0  

2II–I  5x1 + 5x3 – 12 = 0; x1 = – x3 + 2,4

Eine Variable ist beliebig z.B. x3 = p, dann gilt x1 = 2,4 – p,
eingesetzt in II  4(2,4 – p) + 3 x2 + 4p – 12 = 0; x2 = 0,8.

Daraus folgt für s12 in Koordinatenschreibweise:

s12: x1 = 2,4 – p; x2 = 0,8; x3 = p

E1 E3 = s13

I      3 x1 + 6 x2 + 3 x3 – 12 = 0 

III 1,2 x1 + 1,2 x2 + 3 x3 – 6 = 0

5III–I  3 x1 + 12 x3 – 18 = 0

Eine Variable ist beliebig z.B. x3 = q, dann gilt: 3 x1 + 12 q – 18 = 0; x1 = 6 – 4 q,

in I  3 (6 – 4 q) + 6 x2 + 3 q – 12 = 0; x2 = – 1 + 1,5 q.

Daraus folgt für s13 in Koordinatendarstellung:

s13: x1 = 6 – 4 q; x2 = – 1 + 1,5 q; x3 = q.

E2 E3 = s23

II     4x1 + 3 x2 + 4 x3 – 12 = 0  

III 1,2 x1 + 1,2 x2 + 3 x3 – 6 = 0

5∙III–2∙II   –2x1 + 7 x3 – 6 = 0

Eine Variable ist beliebig z.B. x3 = r, dann gilt: –2x1 + 7 r – 6 = 0; x1 = – 3 + 3,5 r,
in II  4 (– 3 + 3,5 r) + 3 x2 + 4 r – 12 = 0;  x2 = 8 – 6 r.

Daraus folgt für s23 in Koordinatenschreibweise:

s23:  x1 = – 3 + 3,5 r; x2 = 8 – 6 r; x3 = r.

Der Schnittpunkt zweier Schnittgeraden ist der Schnittpunkt S der drei Ebenen

s12 s23 = {S}

s12:  x1 = 2,4 – p; x2 = 0,8; x3 = p

s23:  x1 = – 3 + 3,5 r; x2 = 8 – 6 r; x3 = r.

Gleichsetzen: 

(1)  2,4 – p = – 3 + 3,5 r

(2)       0,8  =  8 – 6 r;  r = 1,2

(3)         p = r;           p = 1,2

in (1)  2,4 – 1,2 = – 3 + 3,51,2

                 1,2 = 1,2, wahre Aussage, daraus folgt:

Die Schnittgeraden und die Ebenen schneiden sich im Punkt S(1,2| 0,8| 1,2).

Kontrolle:

s12 s13 = {S}

s12:  x1 = 2,4 – p; x2 = 0,8; x3 = p

s13:  x1 = 6 – 4 q; x2 = – 1 + 1,5 q; x3 = q.

Gleichsetzen:

(1)  2,4 – p = 6 – 4 q  

(2)       0,8  = – 1 + 1,5 q; q = 1,2

(3)         p = q;              p = 1,2

in (1)   1,2 = 1,2 wahre Aussage, daraus folgt wie vorher: Schnittpunkt S(1,2| 0,8| 1,2).

 

Berechnung des Schnittpunkts S(x|y|z) als gemeinsamer Punkt der drei Ebenen:

S(x|y|z) muss die drei Ebenengleichungen erfüllen. Daraus folgt:

I    3x + 6y + 3z – 12 = 0 

II   4x + 3y + 4z – 12 = 0 

III 1,2x + 1,2y + 3z – 6 = 0

Lösen des Gleichungssystems mit 3 Lösungsvariablen:

2II–I  5x + 5z – 12 = 0; z = – x + 2,4   IV

1,2II–3III  4,8x – 3,6x + 4,8z – 9z – 14,4  + 18 = 0

                1,2x – 4,2z + 3,6 = 0  V     

IV in V      1,2x – 4,2(– x + 2,4) = – 3,6

                5,4x – 10,08 = –3,6

5,4x = 6,48;  x = 1,2

in IV  z = 1,2

in II 4,8 + 3y + 4,8 – 12 = 0; y = 0,8

Schnittpunkt S(1,2| 0,8| 1,2).

 

Kugelgleichung

kugel-1         kugel-gleichung

Lagebeziehung von Kugel und Gerade

Gerade schneidet die Kugel (Sekante), Beispiel:

kugel-g-1 

Gegeben:

Kugel k: (x1 – 2)2 + (x2 – 2)2 + (x3 – 2)2 = 1

Gerade g: x1 = –2+3r; x2 = 1+r; x3 = 2r

Berechnung der Schnittpunkte, g in k:

(-2+3r–2)2 + (1+r–2)2 +(2r–2)2 = 1 

14r2 – 34r + 20 = 0

r1/2 = (34 ± (1156-1120)) / 28

r1 = 1 und r2 = 10/7

Daraus folgt: S1(1| 2| 2) und S2(2,29| 2,43| 2,86)

 

 

  

Geraden berühren die Kugel (Tangente), Beispiel:

kugel-g-2

 

  

Es gibt unendlich viele Geraden, die Tangente an die Kugel im Berührpunkt B sind.

Bedingung für den Richtungsvektor der Geraden:

u-mal-n

 

 

 

  

  

Tangenten von einem Punkt A an eine Kugel

kugel-g-2b

 

  

  

kr ist der Schnittkreis der Kugel kM mit der Kugel kN, wobei N der Mittelpunkt der Strecke AM ist.

Für jeden Berührpunkt B der Tangente durch A gilt für den Richtungsvektor:

u-mal-n 

 

 

 

 

 

Gerade schneidet die Kugel nicht (Passante)

kugel-g-3

 

  

 

Gegeben:

Kreis k mit M(2|3|1) und Radius r = 2.

Gerade g durch Punkt A(4|1|5) und Richtungsvektor
u-richtung

 

 

 

Berechnung des Abstands der Geraden vom Mittelpunkt der Kugel:

P(p1|p2|p3) g: Daraus folgt:

(1)  p1 = 4 2r; p2 = 1 + 2r; p3 = 5 + r

kugel-g-3b

(1) in (2)  8 + 4r + 2 + 4r – 6 + 5 + r – 1 = 0

                9r – 8 = 0;  r = 8/9

Daraus folgt: P hat die Koordinaten p1 = 20/9; p2 = 25/9; p3 = 53/9

Abstand der Geraden von M: |MP| = ((2/9)2 + (-2/9)2 + (44/9)2) 4,9

Der Abstand der Geraden von M ist größer als der Radius der Kugel.

Deshalb schneidet die Gerade die Kugel nicht und ist eine Passante.

 

Lagebeziehung von Kugel und Ebene

kugel-E-1 

 

 

 

Gegeben:

Kugel k: (x1 – 2)2 + (x2 – 2)2 + (x3 – 2)2 = 4

Kugel mit Mittelpunkt M(2|2|2) und Radius r = 2.

Ebene E: x1 + 2x2 – x3 = 1.

Der Normalenvektor vektor-n der Ebene hat die Koordinaten n1 = 1; n2 = 2; n3 = 1.

Der Schnittpunkt der Geraden durch M mit vektor-n  als Richtungsvektor schneide die Ebene im Punkt F.

 

 

 

  

Bestimmung der Lagebeziehung zwischen Ebene und Kugel:

Gerade g durch M senkrecht zur Ebene E:

Gerade g: x1 = 2 + r; x2 = 2 + 2r; x3 = 2 – r

Gerade g mit Ebene E schneiden, g in E:

2 + r + 4 + 4r – 2 + r= 1

6r = –3; r = –0,5

Daraus folgt für den Schnittpunkt F von g und E: F(1,5| 3| 2,5).

Für die Länge der Strecke MF gilt: |MF| = (1,5-2)2 + (3-2)2 + 2,5-2)2) 1,22.

Der Abstand der Ebene vom Mittelpunkt der Kugel ist kleiner als der Radius der Kugel.

Daraus folgt: Die Ebene schneidet die Kugel.

Berechnung des Radius des Schnittkreises von Kugel und Ebene:

kugel-E-2 

d = |FM| = (2-1,5)2 + (2-3)2 + (2-2,5)2) = √1,5

r = 2

ρ = √(r2 – d2)    (Pythagoras)

ρ = √(4 – 1,5) = √2,5 ≈ 1,58

Ergebnis:

Der Schnittkreis liegt in der Ebene E: x1 + 2x2 – x3 = 1 mit dem Radius ρ ≈ 1,58 und dem Mittelpunkt F(1,5| 3| 2,5).

 

 

Allgemein gilt:

Für |MF| < r gilt: Die Ebene E schneidet die Kugel k in einem Kreis.

Für |MF| = r gilt: Die Ebene E berührt die Kugel k und ist Tangentialebene.

Für |MF| > r gilt: Die Ebene E und die Kugel k haben keine gemeinsamen Punkte.

Schnittkreis von 2 Kugeln

Kugeln2-1

 

 

 

  

Gegeben sind die Kugeln mit den Gleichungen

k1:  (x1 - 3)² + (x2 - 2)² + x3² = 4, M1(3|2|0)

k2:   x1² + (x2 - 1)² + (x3 - 2)² = 9, M2(0|1|2).

 

 

 

 

 

 

  

Berechnung des Schnittkreises der Kugeln k1 und k2

Berechnung der Schnittebene E12:

k1:  I  x12 – 6 x1 + 9 + x22 – 4 x2 + 4 + x32 = 4

k2:  II     x12 + x22 – 2 x2 + 1 + x32 – 4 x3 + 4 = 9

II – I     6 x1 – 9 – 2 x2 + 1 + 4 x2  – 4 – 4 x3 + 4 = 5

E12:           6 x1 + 2 x2 – 4 x3 = 13

Der Schnittpunkt der Geraden h durch M1 und M2 mit der Schnittebene E12 liefert den Mittelpunkt M12 des Schnittkreises der beiden Kugeln:

h:  x1 = 3 – 3 μ; x2 = 2 – μ; x3 = 2 μ

h in E12: 6 (3 – 3 μ) + 2 (2 – μ) – 4 ∙2 μ = 13

                18 – 18 μ + 4 – 2 μ – 8 μ = 13

                                              28 μ = – 9
                                                      μ = 9/28 ≈ 0,321  

Mittelpunkt M12 des Schnittkreises: M12(2,04| 1,68| 0,64)

Berechnung des Radius r12 des Schnittkreises:

Kugeln2-2

 

r12 = (r12 – d2)  (Pythagoras)

d = |M1M12|

d = ((2,04 – 3)2 + (1,68 – 2)2 + 0,642)

d ≈ 1,197

Daraus folgt:

r12 = (22 – 1,1972) 

r12 ≈ 1,60

Ergebnis:

Der Schnittkreis liegt in der Ebene E12: 6 x1 + 2 x2 – 4 x3 = 13 und hat den Mittelpunkt M12(2,04| 1,68| 0,64) und den Radius r12 ≈ 1,60.

  

Schnittpunkte von 3 Kugeln

Gegeben sind folgende drei Kugeln:

Kugeln3

 

 

k1:  (x1 - 3)² + (x2 - 2)² + x3² = 4,         M1(3|2|0)

k2:   x1² + (x2 - 1)² + (x3 - 2)² = 9,        M2(0|1|2)

k3:  (x1 - 2)² + (x2 + 1)² + (x3 - 1)² = 4, M3(2|-1|1)

Berechnung der Schnittpunkte S(x|y|z) der drei Kugeln:

S(x|y|z) muss die drei Kugelgleichungen erfüllen.

Daraus folgt:

I   x2 – 6x + 9 + y2 – 4y + 4 + z2 = 4

II  x2 + y2 – 2y + 1 + z2 – 4z + 4 = 9

III x2 – 4x + 4 + y2 + 2y + 1 + z2 – 2z + 1 = 4

 

II1     6x + 2y – 4z = 13     IV

IIII     2x + 6y – 2z = 7      V

IIIII   4x + 4y + 2z  = -6   VI

 

2VIV  -2x  + 10y = 1; y = 0,2x + 0,1

VI+V   -2x + 10y = 1;  y = 0,2x + 0,1

in V      2x + 1,2x + 0,6 – 2z = 7

            2z = 3,2x – 6,4; z = 1,6x – 3,2

Der Schnittpunkt muss auf einer Kugel liegen, z.B auf k1: 

(x - 3)² + (0,2x + 0,1 – 2)² + (1,6x – 3,2)² = 4quadr_gleich

 x2 – 6x + 9 + 0,04 x2 – 0,76x + 3,61 + 2,56x2 –10,24x + 10,24 = 4

3,6·x2  – 17·x + 18,85 = 0 (Lösung mit Lösungsformel)

x12 = (17  ± (172 – 43,618,85)) / (23,6) 

x1 1,78; x2 2,94. Daraus folgt für y und z:

y1 0,46; y2 0,69 und z1 –0,35; z2 1,51.

Schnittpunkte der drei Kugeln, die gleichzeitig die Schnittpunkte der drei Schnittkreise sind: S1(1,78| 0,46| 0,35) und S1(2,94| 0,69| 1,51).


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