Eigenschaften
platonischer
Körper
Die platonischen Körper
Körper, die von Flächen begrenzt werden, heißen
Polyeder (griech.: Vielflach). Die bekanntesten Polyeder sind Quader,
Prisma und Pyramide.
Platonische Körper sind reguläre konvexe
Polyeder,
das heißt, die begrenzenden Vielecke sind regelmäßig und gleich groß und
die Verbindungsstrecken zweier Punkte des Polyeders sind im Polyeder enthalten. Die Kanten eines
platonischen Körpers haben also dieselbe Länge.
Es gibt nur fünf - nach dem griechischen Philosophen Platon benannte - verschiedene platonische
Körper:
Tetraeder
Hexaeder (Würfel)
Oktaeder

Dodekaeder
Ikosaeder

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Platonischer Körper
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Anzahl der
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begrenzt durch
|
Ecken e
|
Flächen f
|
Kanten k
|
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Tetraeder
|
gleichseitige Dreiecke
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4
|
4
|
6
|
|
Hexaeder
|
Quadrate
|
8
|
6
|
12
|
|
Oktaeder
|
gleichseitige Dreiecke
|
6
|
8
|
12
|
|
Dodekaeder
|
regelmäßige Fünfecke
|
20
|
12
|
30
|
|
Ikosaeder
|
gleichseitige Dreiecke
|
12
|
20
|
30
|
Polyedersatz von Euler: e + f = k + 2 (Leonard
Euler 1707-1783)
Dualität platonischer Körper
Wenn man die Mittelpunkte zweier benachbarter
Seitenflächen eines platonischen Körpers verbindet, erhält man wieder einen
platonischen Körper mit demselben Mittelpunkt. Dieser Körper wird als Dualkörper
zum Ausgangskörper bezeichnet.
Dabei ist der Tetraeder zu sich selbst dual,
während Hexaeder und Oktaeder sowie Dodekaeder und Ikosaeder jeweils ein
duales Paar bilden.

 
 
Symmetrie platonischer Körper
Folgende
Symmetriearten kann es bei einem platonischen Körper geben:
-
Rotationssymmetrie
bezüglich
einer Drehachse
mit mindestens zweizähliger Drehachse,
-
Symmetrie
bezüglich einer Ebene,
-
Symmetrie
bezüglich eines Punktes.
Es
gilt:
-
Ein Körper ist rotationssymmetrisch mit n-zähliger
Drehachse, wenn eine Drehung um 360°/n den Körper auf sich selbst
abbildet.
-
Eine Ebene E ist Symmetrieebene,
wenn der Körper bei Spiegelung an E auf sich selbst abbildet wird.
-
Ein Körper ist punktsymmetrisch zu P
(symmetrisch bezüglich des Punktes P), wenn der Körper bei Spiegelung an P
auf sich selbst abbildet wird.
Symmetrie
des Tetraeders:
Das
Tetraeder besitzt
3
zweizählige Drehachsen a durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Kanten,
4
dreizählige Drehachsen b durch die Ecken und die Mitten der gegenüberliegenden
Seitenflächen,
6
Symmetrieebenen E jeweils durch eine Kante und den Mittelpunkt der gegenüberliegenden
Kante,
keine
Punktsymmetrie.
  
Damit besitzt das Tetraeder 3*1
+ 4*2
+ 1 ( Identität 1) = 12
verschiedene Abbildungen der Drehgruppe. Diese 12 Elemente der
Drehgruppe kombiniert mit den 6 Ebenenspiegelungen und 6 Drehspiegelungen ergeben
24 Abbildungen, die die Bedingungen einer Gruppe erfüllen und die sog. Tetraedergruppe
bilden.
1 Identität
(identische Abbildung) = Drehung um 360°
Symmetrie
des Hexaeders oder Oktaeders:
Das
Hexaeder besitzt
6
zweizählige Drehachsen a durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Kanten,
4 dreizählige Drehachsen b durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Flächen,
3 vierzählige Drehachsen c durch gegenüberliegende Ecken,
9
Symmetrieebenen E, jeweils drei Ebenen durch je vier Ecken, sechs Ebenen durch
jeweils zwei Ecken und zwei Kantenmittelpunkte,
1
Punktsymmetrie zum Mittelpunkt.
  

Damit
besitzt das Hexaeder als Gruppenelemente 6*1
+ 4*2
+ 3*3
+ 1 (Identität) = 24 verschiedene
Abbildungen der Drehgruppe. Diese 24 Elemente der Drehgruppe kombiniert mit
den Ebenenspiegelungen und Drehspiegelungen ergeben 48 Abbildungen, die die sog.
Hexaedergruppe bilden.
Wegen
der Dualität gilt:
Hexaedergruppe
= Oktaedergruppe.
Sie
besitzen jeweils 48 Elemente.
Die
Tetraedergruppe ist eine Untergruppe der Hexaedergruppe.
Symmetrie
des Dodekaeders oder Ikosaeders:
Das
Dodekaeders besitzt
15
zweizählige Drehachsen a durch die Mittelpunkte gegenüberliegender Kanten,
10 dreizählige Drehachsen b durch gegenüberliegende Ecken,
6 fünfzählige Drehachsen durch gegenüberliegende Flächenmittelpunkte,
15
Symmetrieebenen durch gegenüberliegende, parallele Kanten,
1
Punktsymmetrie zum Mittelpunkt.

Damit
besitzt das Dodekaeder als
Gruppenelemente 15*1
+ 10*2
+ 6*4
+ 1 (Identität) = 60 verschiedene
Abbildungen der Drehgruppe. Diese 60 Elemente der Drehgruppe kombiniert mit
den Spiegelungen ergeben 2*60
= 120 Abbildungen, die die sog. Dodekaedergruppe
bilden.
Wegen
der Dualität gilt:
Dodekaedergruppe
= Ikosaedergruppe.
Sie
besitzen jeweils 120 Elemente.
Parkettierung
des Raumes mit platonischen Körpern
Mit Hexaedern (Würfeln) lässt sich der dreidimensionale Raum vollständig ausfüllen, da
die Kanten eines Hexaeders jeweils im rechten Winkel aufeinander stehen.
Bei den anderen vier platonischen Körpern kann jedoch
nur eine Kombination von Oktaedern und Tetraedern mit jeweils gleich großen
gleichseitigen Dreiecken als Seitenflächen den Raum ausfüllen.
Da die
Innenwinkel im gleichseitigen Dreieck jeweils 60° betragen, stoßen bei einer
Kombination Oktaeder – Tetraeder – Oktaeder jeweils drei 60°-Winkel an
einem Eckpunkt zusammen, so dass die entsprechenden Kanten auf einer Geraden
liegen.
Insgesamt lässt sich durch eine abwechselnde Folge von
Oktaedern und Tetraedern mit gleich großen gleichseitigen Dreiecken als
Seitenflächen der dreidimensionale Raum vollständig ausfüllen.
Die Abbildungen wurden von M. Holzapfel mit GeoGebra
erstellt.
Rotierende Platonische Körper:
http://de.wikipedia.org/wiki/Platonischer_Körper
http://www.3quarks.com/GIF-Animations/PlatonicSolids/index-de.html
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